Projekt 1999

 

Konzerte 5. November, 20 Uhr
6. November, 20 Uhr
Öffentliche Probe 3. November, 19 - 21 Uhr
Workshop 1. bis 5. November 1999
Vorprobe 1. bis 3. Oktober 1999
Ort Fritz-Boehle-Halle Emmendingen
Gastdirigent James Curnow
Solist Steven Mead
Dozent Wolfgang Wössner
Orchester Sinfonisches Blasorchester
Benefizzwecke "Hilfe für das autistische Kind"
Regionalverband Südbaden e. V.
Rotes Kreuz
Schirmherr Prof. Dr. Schulz
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Uni-Klinik Freiburg
Erlös DM 11'300,-
(davon DM 2200,- für das Rote Kreuz)

Presseberichte

Benefizkonzert auf musikalischer Höhe. Konzertkritik in der Badischen Zeitung vom 10. November 1999

 

Programmfolge

Black Granite
Symphonic March

James Hosay

   
Praetorius Variations
For Symphonic Winds And Percussion

James Curnow

   
Concerto for Euphonium
Solist: Steven Mead

1. Satz: Adagio moderato e caloroso, Allegro scherzando
2. Satz: Andante moderato e molto espressivo
3. Satz: Allegro con brio

James Cunow

   
Stephen Foster Songbook

Stephen Bulla

- Pause -
Where Never Lark or Eagle Flew
Nach einem Gedicht von John Gillespie Magee, Jr.
James Curnow
   
The Last Spring

Edward Grieg
Arr.: James Curnow

   
Four Colonial Country Dances

James Curnow

   
Dance of the Jesters Peter Iljitsch Tschaikowsky
Arr.: James Curnow

 

Erläuterungen zu den Stücken 

 

Black Granite

James L. Hosay

Dieser Marsch ist allen Frauen und Männern gewidmet, die im Vietnamkrieg gefallen sind.

 

Praetorius Variations

James Curnow

Michael Praetorius wurde am 15. Februar 1571 (oder 1572) in Creuzburg an der Werra in Thüringen geboren. Nach der Kindheit in Torgau kam er an die Lateinschule zu Zerbst, um ab 1585 die Universität in Frankfurt an der Oder zu besuchen. Ab 1589 stand er in Diensten des Bischofs Heinrich Julius von Halberstadt, des späteren Herzogs von Braunschweig und Lüneburg, dem er 1594 nach Wolfenbüttel folgte, wo er es vom Kammerorganisten zum Hofkapellmeister brachte.

Er kam in Kontakt mit anderen Großen seiner Zeit wie Hieronymus Praetorius, Hans Leo Haßlre, Heinrich Schütz und Samuel Scheidt und starb in Wolfenbüttel am 15. Februar 1621. Michael Praetorius hinterließ ein Werk von riesigem Umfang, darunter das neunbändige "Musae Sioniae" mit über 1200 Gesängen.

Neben Motetten im venezianischen Stil, geistlichen Konzerten, Bicinien, Psalmen, weltlichen Liedern, Orgelsätzen und Tänzen sind vor allem seine geistlichen Lieder zu nennen.

Sein theoretisches Hauptwerk, das in Latein verfasste Syntagma musicum in drei Bänden (1614-1620), stellt eine Informationsquelle von unschätzbarem Wert über Musik und Musikinstrumente der frühbarocken Zeit dar. Praetorius trug mit seinem Werk zur Etablierung des deutschen Musikstiles des frühen 17. Jahrhunderts bei.

Aus der Vielzahl der Kompositionen hat ein Lied bis zum heutigen Tag überlebt: "Es ist ein Ros entsprungen". Es wurde in der Vergangenheit schon von vielen Komponisten als Melodie für Variationen verwendet, so auch in Praetorius Variations..

Das melodische und motivische Material für die drei umfangreichen Variationen wurde dem Hauptthema entnommen.Nach einer einleitenden Fanfare werden anfangs die Themen für jede Variation vorgestellt. Es folgt ein schwungvolles Scherzo, danach ein stark gefühlsbetontes und introspektives Intermezzo. Das Werk schließt mit einem treibenden Rondo, in welchem sich die einzige vollständige Version des Hauptthemas (Es ist ein Ros entsprungen) findet.

 

Concerto for Euphonium

James Curnow

Das Concerto for Euphonium wurde 1996 von DEG Music Products, Inc.. und der Willson Band Instrument Company in Auftrag gegeben. Komponiert Geschrieben wurde das Werk für den Euphoniumsolist Roger Behrend, ihm ist es auch gewidmet. Die Uraufführung war im July 1997 in Riva Del Garda, Italien mit dem Philharmonischen Orchester Veneta di Traviso unter der Leitung von James Curnow.

Das Werk ist als dreisätziges Werk angelegt, wobei allerdings die Sätze nahtlos ineinander übergehen. Der langsame zweite Satz ist von zwei schnellen Sätzen umgeben. Die zwei Übergänge zwischen den Sätzen sind jeweils ausgedehnte Kadenzen.

 

Stephen Foster Songbook

Stephen Bulla

Die Songs von Stephen Foster gehören zu Amerikas bekanntesten Volksliedern. Diese Rhapsodie für Blasorchester enthält viele von Fosters Evergreens und einige weitere Songs:

- Oh Boys, Carry me 'long
- Gone Are the Days
- Swanee River
- My Old Kentucky Home
- Ring de Banjo
- Hard Times Come Again No More
- I Dream of Jeannie
- Beautiful Dreamer
- Camptown Races
- Oh! Susanna

 

Where Never Lark or Eagle Flew

James Curnow

Dieses Werk basiert auf folgendem Gedicht:

HIGH FLIGHT

Written by a 19-year-old American volunteer with the Royal
Canadian Air Force, who was killed in action December 11, 1941.

Oh, I have slipped the surly bonds of earth,
And danced the skies oh laughter-silvered wings;
Sunward I've climbed and joined the tumbling mirth
Of sun-split clouds - and done a hundred things
You have not dreamed of - wheeled an soared and swung
High in the sunlit silence. Hov'ring there,
I've chased the shouting wind along and flung
My eager craft through footless halls of air.
Up, up the long, delirious, burning blue
I've topped the wind-swept heights with easy grace,
Where never lark, or even eagle, flew;
And, while with silent, lifting mind I've trod
The high untrespassed sanctity of space,
Put out my hand, and touched the face of God.


HÖHENFLUG

Geschrieben von einem 19jährigen amerikanischen Freiwilligen
der Kanadischen Luftwaffe, der am 11. Dezember 1942 im Dienst getötet wurde.

Ich bin den engen Fesseln der Erde entwichen
und tanzte auf lachend-silbernen Schwingen in den Himmel;
ich ging der Sonne entgegen und genoss die überstürzende Fröhlichkeit
der von der Sonne gespaltenen Wolken - und machte hunderte von Sachen,
von denen ich nie geträumt hatte - drehte mich, schwebte und schwang
hoch oben in der sonnenbeschienenen Stille. Dort schwebend
jagte ich den stürmischen Wind davon und schlug mich
mit eifriger Geschicklichkeit durch den Luftraum
hoch, nach oben, in das unendliche, phantasierende, glühende Blau.
Ich erreichte die luftigen Höhen mit leichtem Anmut,
Wo weder Lerchen noch Adler jemals flogen;
Und, während ich mit stillem, erhobenem Gemüt
den hohen heiligen Raum beschritt,
streckte ich meine Hand aus und berührte das Antlitz Gottes.

JOHN GILLESPIE MAGEE, JR.

 

The Last Spring

Edward Grieg
Arr.: James Curnow