Benefiz - Musik und Kultur für andere e. V.

A U F T A K T

Die Zeitung zum Benefizkonzert am 1. und 2. November in Waldkirch

 

Benefizkonzert November 1995:
Musik - Seele spricht zur Seele

Bestimmt wird sich so mancher fragen, wie jemand dazu kommt, eine Reise aus dem Bayernland über Schwäbische Alb und Schwarzwald hinweg bis nach Freiburg zu unternehmen, um dort ein paar Tage ausgiebige Probenarbeit zu leisten für ein Konzertprogramm, das dann zugunsten eines Wohlfahrtsverbandes zur Aufführung kommt.

Ich selbst stellte mir genau so diese Frage, als vor einigen Jahren Richard Faller, ein Kamerad aus der Musikkorps-Zeit in Garmisch-Partenkirchen, bei mir mit seinem Anliegen anklopfte. Welche Absicht er und seine Mitstreiter mit ihrem Unternehmen verfolgten und mir erklärten, ob wohltätiger Zweck oder einfach nur Freude am symphonischen Blasmusizieren, ist mit nicht mehr in Erinnerung. Beides war offenbar nicht so wichtig, mich bewegte vielmehr die Freude auf ein Wiedersehen mit guten Freunden und Bekannten zu einer Zusage.

Inzwischen - das vierte Mal werde ich heuer dabei sein - sind zu den ursprünglichen Beweggründen neue hinzugekommen.Natürlich ist es nach wie vor Wiedersehensfreude, die »»

  «« aufgrund der freundlichen Aufnahme bei den Schwarzwäldern und dem intensiven Zusammenleben im Orchester eine noch viel größere geworden ist. Die Erinnerungen an die vielen gemeinsam erlebten Stunden und an bereichernde persönliche Begegnungen bleiben lange lebendig. Hinzu kommt jedoch das Erlebnis dieser Art des Musizierens, zu dem dieses Ereignis mittlerweile für mich geworden ist. Werke, die der symphonischen Blasmusik auf den Leib geschnitten sind, Dirigenten, die diese Musik schätzen, pflegen und vermitteln können und fast 100 Musikanten, die ungewöhnlich begeistert hier zusammenspielen.

Regelmäßig nach jeder Aufführung erklärten mir die Veranstalter zu meinem großen Bedauern, es sei infolge des immensen Arbeitsaufwandes die wohl letzte Aktion dieser Art gewesen. Ich hoffe sehr, diese Androhung wird weiterhin so wenig wahr gemacht wie bisher und es wird mich und Elisabeth noch oft die Einladung zu diesem für uns herausragenden musikalischen Ereignis erreichen.

Hannes Jackel, Großdingharting