Benefiz - Musik und Kultur für andere e. V. |
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Die Zeitung zum Benefizkonzert am 1. und 2. November in Waldkirch |
Jan
Van der Roost - Ein Portrait
Der Apfel fällt nicht
weit vom Stamm
| Seine
Vorfahren väterlicherseits waren alle Amateurmusiker.
Ein Onkel sang am Opernhaus von Antwerpen und trat in
aller Welt unter berühmten Dirigenten wie Toscanini auf
und die Mutter ist mit dem weltberühmten Klarinettisten
Walter Boeykens in direkter Linie verwandt. Aufgrund dieser "Vorbelastung" wuchs der 1956 in Duffel (Belgien) geborene Jan Van der Roost in einer Familie auf, die ihm schon frühzeitig den Weg zu einer gründlichen und breiten musikalischen Ausbildung ebnete. 1974 beginnt der damals 18jährige ein Musikstudium am Lemmens-Konservatorium in Leuven, das er 1979 mit einem dreifachen Diplom in den Fächern Orchestermusik (Posaune), Musiktheorie und Musikerziehung abschließt. Während dieser Zeit entsteht bei ihm ein Bedürfnis, selber Musik zu schreiben. Aus diesem Grund entschließt sich Jan Van der Roost, noch ein Studium in den Fächern "Komposition" und "Chordirektion" in Gent und Antwerpen zu absolvieren. 1983 wird er zum Lehrer an seinem früheren Ausbildungsort in Leuven in den Fächern Kontrapunkt und Fuge berufen und übernimmt kurze Zeit später die Brass Band Midden Brabant. Dieses Orchester entwickelt sich in den kommenden Jahren zu einem führenden Orchester in der europäischen Brass Band Szene. Ab Mitte der achtziger Jahre geht die Karriere des Belgiers als Komponist steil nach oben. Kompositionsaufträge von der Belgischen Radio- und Fernsehanstalt BRT sowie diversen anderen Organisationen und Orchestern lassen Van der Roost »» |
«« innerhalb weniger Jahre zu einem der weltweit
renommiertesten Komponisten für symphonische Blasmusik
werden. In diese Zeit fällt auch der Anfang der
Zusammenarbeit mit dem holländischen Verlag De Haske,
für den er seither exklusiv schreibt. Dennoch kommen auch andere Musikarten nicht zu kurz. So entsteht 1988 die erste Symphonie für Symphonieorchester. Im Auftrag des Lemmens-Konservatoriums entsteht ein Oratorium für Erzähler, vier Solisten, gemischten Chor und Symphonieorchester. 1991 wird Jan Van der Roost zum Dirigenten des Konservatorium-Blasorchesters in Leuven berufen. Die musikalischen Aktivitäten sind zwischenzeitlich so vielseitig, daß es den Rahmen sprengen würde, auch nur einen Teil dieser hier aufzuzählen. Aufgrund der großen Nachfrage nach Kompositionen für symphonische Blasmusik schreibt Jan Van der Roost seit einigen Jahren nur noch im Auftrag. Auch seine Einladungen als Gastdirigent werden immer zahlreicher. Auf dem Reiseplan stehen Länder wie Japan, USA, Singapur, Kanada und natürlich fast alle europäischen Staaten. Die Organisatoren freuen sich daher besonders, daß es gelungen ist, den vielgefragten musikalischen Tausendsassa für das Benefizkonzert 1997 zu verpflichten. |