Benefiz - Musik und Kultur für andere e. V.

A U F T A K T

Die Zeitung zum Benefizkonzert am 1. und 2. November in Waldkirch

 

Was wurde daraus?
So wurden die Konzerterlöse in den vergangenen Jahren verwendet:

Nun ist es mittlerweile das vierte Mal, daß der Verein "Benefiz - Musik und Kultur für andere e.V." ein solches Projekt durchführt. Jedes der Projekte hatte einen eigenen Schwerpunkt. Doch allen gemeinsam war der Gedanke, Musik und Kultur mit einem guten Zweck zu verbinden. So wurde für jede der Veranstaltungen ein Verein oder eine Institution gesucht, die sich anerkanntermaßen karitativen Zielen verschrieben hat. 1991, als das erste Konzert dieser Art in Wasser stattfand, hatte man sich den Club '82, Freizeitbetreuung mit Behinderten, ausgesucht. Als am Ende der Veranstaltung Kassensturz gemacht wurde, konnte man den aus heutiger Sicht vergleichsweise bescheidenen Betrag von 4000 Mark an den Club '82 überweisen. Dieser konnte das Geld bestens gebrauchen. Elternlose Rollstuhlfahrer, eine Gruppe der zu betreuenden Behinderten, die in Haslach-Hochstetten in einem Wohnheim leben, konnte mit dem Geld samt Begleitpersonal eine dreiwöchige Urlaubsfahrt nach Frankreich bzw. in die Tschechische Republik ermöglicht werden. Ein "Luxus", den man sich sonst nur sehr selten oder gar nicht leisten kann.

Nach dem Erfolg des ersten Konzertes wollte man nun etwas "höher hinaus". In der Fritz-Boehle-Halte in Emmendingen fand 1993 das zweite Benefizkonzert dieser Art statt. Unter Dirigent Johan de Meij konnte vor restlich ausverkaufter Ha1le und zirka 1000 begeisterten Zuhörern zum zweiten Mal für einen guten Zweck konzertiert werden. Mit dem Konzerterlös sollte dieses Mal die "Lebenshilfe für geistig behinderte Menschen e. V." unterstützt werden. »»

  «« Alle Beteiligten freuten sich, als am Schluß stolze 11000 Mark übergeben werden konnten. Das Geld kam gerade zum richtigen Zeitpunkt. Denn gerade in dieser Zeit befand man sich mitten im Umzug in neue Räume im Emmendinger Rathaus und konnte hierfür jede Mark bestens gebrauchen. Auch wurden einige Spielsachen angeschafft, die normalerweise nicht im Budget gewesen waren. Der Großteil des Geldes kam jedoch dem "familienentlastenden Dienst" zugute. Dieser unterstützt Familien mit behinderten Familienangehörigen in der Betreuung. Denn so scheinbar alltägliche Selbstverständlichkeiten wie ein Gang zum Friseur oder ein Kinobesuch ist in solchen Familien nur möglich, wenn der Behinderte in dieser Zeit zuverlässig betreut wird.

Eine Initiative aus Freiburg wurde Nutznießer des dritten Benefizkonzertes, das 1995 in der Waldkircher Stadthalle gleich an zwei aufeinanderfolgenden Abenden stattfand. "Wohnraum schaffen für Obdachlose", so heißt eine Initiative des Diakonischen Werkes in Freiburg. Durch den Kauf von Eigentumswohnungen soll der Teufelskreis "keine Wohnung ohne Arbeit – keine Arbeit ohne Wohnung" durchbrochen werden, der es vielen Obdachlosen unmöglich macht, im normalen Leben wieder Tritt zu fassen. Stolze 16000 Mark Konzerterlös bildeten den Grundstock an Eigenmittel, der für den Kauf einer Einzimmerwohnung für 145000 Mark benötigt wurde und die zwischenzeitlich seit dem 18. November 1996 bezogen ist.