| Konzerte | 4. November
1995, 20 Uhr 5. November 1995, 19 Uhr |
| Ort | Stadthalle Waldkirch |
| Gastdirigent | Johan de Meij |
| Dozenten | Bernhard Volk Niek Wijns |
| Orchester | Sinfonisches Blasorchester |
| Benefizzweck | "Wohnraum schaffen" Diakonisches Werk Freiburg |
| Schirmherr | Richard
Leibinger Bürgermeister Waldkirch |
| Erlös | DM 15'000,- |
| Suite aus "Romeo und
Julia" 1. Die MONTAGUES und CAPULETS 2. Szene: Die Straße erwacht 3. Morgentanz 4. Bei Bruder Laurence 5. Abfahrt der Gäste (Gavotte) 6. Die MONTAGUES und CAPULETS |
Sergej Prokofjew |
| Trois Rag-Caprices 1. Sec et musclé 2. Romance 3. N. N |
Darius Milhaud |
| Jazz-Suite Nr. 2 1. Marsch 2. Lyrischer Walzer 3. Tanz I 4. Walzer Nr. 2 5. Tanz II 6. Finale |
Dmitrij Schostakowitsch |
- Pause -
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| Symphonie No. 2 "The Big
Apple" - A New York Symphony - 1. Skyline - Allegro
assai |
Romeo und Julia |
Sergej
Prokofjew Arr.: Johan de Meij |
Das Ballett Romeo und Julia von Sergej Prokofjew wird als ein Meilenstein der Tanzkunst betrachtet. Es wurde 1940 vom Kirov Ballett uraufgeführt.
Die Handlung basiert auf der gleichnamigen Tragödie Shakespeares. Prokofjews musikalische Atmosphärenbilder unterstützen auf funktionelle und effektive Weise den choreographischen Verlauf der Handlung. Bemerkenswert sind die Kontraste zwischen den Darstellungen der fröhlichen Szenen auf dem Markt von Verona und den Darstellungen der Ereignisse am imponierenden Hof der Capulets. Die Familie der Capulets, zu der Julia gehört, ist eine feudale Familie von Herrschern und diese hat sich in einen grausamen Machtkampf mit der Familie der Montagues, zu der Romeo gehört, verwickelt.
Trois Rag-Caprices |
Darius
Milhaud Arr.: Johan de Meij |
Der französische Komponist Darius Milhaud (1892 - 1974) war ein Mitglied der Groupe des six. Diese Gruppe von sechs Komponisten, die aus Honegger, Auric, Poulence, Durey, Tailleferre und Milhaud bestand, folgten Erik Satie nach und protestierten gegen die verknöcherten Konventionen der damaligen Zeit. Sie stellten sich gegen den Impressionismus (Debussy) und die Spätromantik (Wagner, Mahler) und bevorzugten die Musik Saties oder Strawinskys.
Milhauds populärstes Werk ist das Ballet La Création du Monde, eines der treffendsten Beispiele von Jazzeinflüßen in der klassischen Musik. Die Premiere im Theater der Camps Elysées im Oktober 1923 war ein unglaublicher Skandal für das Pariser Publikum.
Die Trois Rag-Caprices für Klavier wurden im Sommer 1922 komponiert und können als eine Art Skizze für La Création du Monde betrachtet werden. Es gibt in der Tat eindeutige rhythmische und harmonische Gemeinsamkeiten zwisschen beiden Kompositionen. Die Instrumentierung für ein Orchester erfolgte von Darius Milhaud erst einige Zeit später.
Jazz-Suite Nr. 2 |
Dmitrij
Schostakowitsch Arr.: Johan de Meij |
Schostakowitsch schrieb seine zweite Jazz-Suite im Jahre 1938 auf Wunsch des neugegründeten Staatlichen Jazzorchesters. Die Jazz-Suite Nr. 2 zeichnet sich durch eine brillante und gewitzte Orchestrierung aus, doch die Musik entspricht schwerlich dem gängigen Jazzbegriff. Statt dessen bedient sich der Komponist eines leichten Musikstils, den er bereits ausgiebig in seiner Film- und Bühnenmusik erprobt hatte.
The Big Apple |
Johan de Meij |
Johan de Meijs zweite Symphonie ist eine Ode an die Stadt New York. Es handelt sich hierbei nicht strikt um eine programmatische Musik, sondern mehr um eine musikalische Interpretation des Geistes, des Glamours und der Vielfalt dieser aufregenden Stadt.
Der erste Satz Skyline soll die massiven Fassaden bzw. globalen Konturen dieser Stadt darstellen. Im zweiten Satz Gotham werden die teilweise brutalen und chaotischen Aspekte der Stadt musikalisch interpretiert. Das Hören dieser Symphonie ist villeicht genauso aufregend wie ein Besuch Manhattans. Dem Zuhörer werden kaum Momente der Ruhe gegönnt. Selbst die etwas gedämpfteren Passagen werden immer von hartnäckigenm Grollen im Hintergrund begleitet, die Musik hört niemals auf ruhig zu werden.
Die Symphonie Nr. 2 ist eine Auftragskomposition der United States Air Force Band in Washington. Sie wurde zwischen Oktober 1991 und September 1993 komponiert. Die ofizielle Premiere fand im März 1994 in Honolulu, Hawaii statt.
Beim Benefizkonzert 1995 wurde dieses Werk zum erstenmal in Deutschland in voller Länge aufgeführt.