Die "Lebenshilfe" ist eine Vereinigung von Eltern, Freunden und Förderern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen mit geistiger Behinderung wirksame Hilfen in allen Lebensbereichen zu bieten.
Im Dritten Reich wurden "schwachsinnige" Menschen als "lebensunwert" diffamiert und viele von Ihnen umgebracht. Auch in den nachfolgenden Jahren waren geistig behinderte Menschen und Eltern mit ihrem geistig behinderten Kind alleingelassen. Nur einige dieser Kinder konnten damals in den sogenannten Hilfsschulen für Bildungsschwache oder Sammelklassen untergebracht werden; kaum jemand konnte den Eltern Rat erteilen, wie Sohn oder Tochter gefördert werden könnten. Meist erhielten sie den Rat, ihr Kind im Heim unterzubringen, also der Obhut fremder Menschen anzuvertrauen. Um aus dieser trostlosen Situation herauszufinden, solidarisierten sich einige Eltern, taten sich mit Fachleuten zusammen und so kam es am 23.11.1958 in Marburg/Lahn zur Gründung der Vereinigung Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind. Der Bundesverband der Lebenshilfe dehnte sein Wirken auf das ganze Bundesgebiet aus und es folgten Neugründungen von Vereinen auf Landes-, Kreis- und Ortsebene. Heute umfaßt der Verband über 100.000 Mitglieder, es existieren ca. 400 örtliche Vereinigungen, die häufig Träger von Fördereinrichtungen und sozialen Diensten sind.
Die hier unterstützte Kreisvereinigung Emmendingen ist Träger einer Frühfördereinrichtung und unterhält einen "Familienentlastenden Dienst".